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Scriptsprachen

PHP

Allgemein

PHP ("PHP: Hypertext Preprocessor") dient hauptsächlich zur Erstellung dynamischer Webseiten oder wird für Webanwendungen verwendet. PHP ist eine Open Source Software und gilt als Skriptsprache deren Syntax an Java bzw. Perl angelehnt ist. Die große Datenbankunterstützung und Internet-Protokolleinbindung, Verfügbarkeit zusätzlicher Bibliotheken aber vor allem die leichte Erlernbarkeit zeichnet besonders PHP aus. Es gibt zum Beispiel die Möglichkeit über Programmbibliotheken Bilder und Grafiken dynamisch zu generieren um sie in Webseiten einzubinden. Bei PHP handelt es sich um eine serverseitig interpretierte Sprache, was so viel bedeutet wie, dass der Quelltext nicht an den Browser sondern an einen Interpreter auf dem Webserver übermittelt wird. Erst die Ausgabe des Webservers wird an den Browser geschickt, was in den meisten Fällen ein HTML-Dokument ist. Aber es können auch andere Dateitypen von PHP generiert werden wie z. B. Bilder oder PDF-Dateien. Bei dem Einsatz auf Webservern kann PHP seine ganzen stärken ausspielen. Die Vorteile der serverseitigen Ausführung sind, dass beim Browser keine speziellen Anwendungen erforderlich sind oder Inkompatibilitäten auftreten können. Der PHP-Quelltext einer Seite bleibt immer auf dem Webserver, da nur die generierten Daten für den Nutzer sichtbar sind, genau so wie Datenbanken, die dadurch keine direkt Verbindung zum Clienten brauchen. Nachteil bei PHP ist das jede Aktion die der Benutzer durchführt erst nach erneutem Aufruf der Seite erfasst wird. Außerdem steigt die Belastung des Webservers (was aber bei fast allen Webanwendungen der Fall ist), da er jede einzelne PHP-Seite interpretiert. Was noch zur Belastung und Minderung der Reaktionszeit des Servers beiträgt ist, dass der Interpreter den Quelltext bei jedem Aufruf erneut liest, prüft und übersetzt. Um dieses Problem zu lösen, wurde die Erweiterung MMCache entwickelt, welche eine zur Ausführung vorbereitete Version des Programms zwischenspeichert. Das führte zu einer Beschleunigung des Zugriffs auf Dateien bei einem erneuten Aufruf. Mittlerweile wird diese Technik nicht mehr weiterentwickelt, da sie durch den Nachfolger eAccelerator abgelöst wird.

Geschichte

Entwickelt wurde PHP, was damals noch Personal Home Page bedeutete, von Rasmus Lerdorf. PHP umfasste damals eine Sammlung von Perl-Skripten die Lerdorf als mittel zur Protokollierung der Zugriffe auf seinen Lebenslauf, den er Online gestellt hatte, einsetzte. Kurz darauf schuf Lerdorf jedoch eine größere Umsetzung von PHP in C. In dieser Programmiersprache wird PHP heute noch weiter entwickelt. Das damit entstandene Produkt wurde bezeichnet als PHP/FI (FI stand für Form Interpreter) welches Perl sehr ähnlich war. Andi Gutmans schrieb dann PHP3 neu, da er der Meinung war das PHP/FI 2 zu schwach für eCommerce war. Durch diese Neuformulierung änderte sich auch die Bedeutung für PHP, von "Personal Home Page" zu "Hypertext Preprocessor". Gutmans und Suraski entwickelten in ihrer gegründeten Firma Zend Technologie Ltd. das "Herz" von PHP4. In PHP 4 wurde die Ausführungsgeschwindigkeit komplexer Applikationen und die Sicherheit bei Verwendung globaler Variablen deutlich verbessert,  außerdem wurde die Unterstützung für weitere Webserver entwickelt.

Cold Fusion

Allgemein

Die Technologie ColdFusion setzt sich aus 3 Bereichen zusammen zur Erstellung von Applikationen. Zum einen aus dem ersten Application Server der Welt, Cold Fusion Application Server, aus einer Skriptsprache die es möglich macht serverseitige Anwendungen zu programmieren der Cold Fusion Markup Language kurz CFML und einer geeigneten Umwicklungsumgebung wie zum Beispiel Dreamweaver. Mit Cold Fusion ist es möglich auf schnellem Wege Webanwendungen zu programmieren. CMFL ist eine Entwicklungssprache die auf einfachen Tags (Befehlen) basiert und mit der man einen schnellen Einstieg in die Programmierung hat. Für Erfahrene Web-Entwickler bietet Cold Fusion außerdem jede Menge Tools. Die Installation und Administration des Servers ist relativ einfach im Gegensatz zur vorherigen Versionen, die rein prozedural (Abstraktion und Zerlegung einzelner Teilprobleme) waren. Erst ab Version Cold Fusion MX 6.0 ist die objektorientierte Programmierung möglich.

ColdFusion Application Server

ColdFusion Application Server hat in entscheidenden Bereichen zur Entwicklung der Web-Technologie beigetragen. Die Brüder Allaire entwickelten das Programm und vermarkteten Cold Fusion und andere Produkte in ihrer Firma, der 1994 gegründeten Allaire Corp. Als Cold Fusion erstmals auf den Markt kam war es der erste Application Server der Welt und ist bis heute einer der erfolgreichsten. 2001 wurde die Allaire Corp. von Macromedia übernommen und das Programm Cold Fusion MX 6.0 vollkommen neu geschrieben und die zugrunde liegende Engine auf J2EE umgestellt. 2002 wurde Cold Fusion als 100% Java-kompatibel zertifiziert durch Sun. MX-Anwendungen laufen somit unter Bea Weblogic, genauso wie unter IBM Websphere, SunOne oder Apache Tomcat. Mittlerweile wird Macromedia Cold Fusion MX 6.1 und 7.0 in 3 unterschiedlichen Versionen angeboten. Für einen Einstieg in Cold Fusion ist die kostenlose Cold Fusion Developer Edition gedacht. Die Enterprise- und Standard-Edition dagegen sind kommerzielle Versionen die sich nur in kleineren Details von  einander unterscheiden, wie Anzahl der CPU's, Betriebssystem oder Datenbankschnittstellen. Um Cold Fusion auf anderen Webservern oder Betriebssystemen zu verwenden gibt es noch weitere "freie Implementierungen", die meistens als Module in den Webserver integriert werden.

ColdFusion Markup Language (CFML)

Zur Vereinfachung der Entwicklung von Web-Applicationen hilft Cold Fusion Markup Language (kurz CFML) das aus einer Sammlung von Tags und Funktionen besteht. Und ob wohl sie vereinfacht, hat man mit ihr die Möglichkeit auch komplexe Technologien wie WSDL, LDAP, XML, XSLT, XForms, Verity, MySQL, Stored Procedures von Oracle oder SQL-Server über einfache HTML-ähnliche Tags anzusprechen. Es muss aber nicht die schnell verständliche Tag-Syntax verwendet werden, sondern man kann auch eine Script-Syntax ähnlich der von PHP verwenden. CFML dient als Vorlage für die Entwicklung JSP 2.0 und der JSTL. In den letzten Jahren hat sich der Sprachumfang permanent weiterentwickelt, wo auch die Fusion Components (CFC) hinzukamen. Diese CFC's haben es Entwicklern ermöglicht einen stärkeren OOP-Ansatz bei der Entwicklung von Webapplications zu wählen.

CFML-Entwicklungsumgebung

Zur Cold Fusion Markup Language Entwicklung stehen unter anderem folgende Entwicklungsumgebungen zur Verfügung.

    * Macromedia Dreamweaver
    * Macromedia HomeSite 5.5
    * Macromedia HomeSite ColdFusion Studio <5.0

ASP

Active Server Pages wurde von Microsoft entwickelt und ist eine SSI-Nachfolgetechnologie, die durch den Einsatz einer Skriptsprache wie Visual Basic Script oder Java Script serverseitig Webseiten erzeugt. Ursprünglich wurde ASP nur vom Webserver Internet Information Services (kurz IIS) interpretiert. Jetzt gibt es auch verschiedene Portierungen für den Apache Webserver. Man kann diese Technologie von ihren Möglichkeiten in Bezug auf die Webprogrammierung auf eine Stufe mit PHP, PerlScript, und Perl stellen. Auch heute noch werden zahlreiche kleine Projekte mit ASP ("Classic ASP") entwickelt. Man kann mit ASP auch in einem herkömmlichen Texteditor komplette Projekte effizient umsetzen, während beim Nachfolger, ASP Net, der Einsatz einer Entwicklungsumgebung zwar nicht zwingend nötig, aber dringend zu empfehlen ist.

Ajax

Ajax ist eine Verbindung aus der Wortfolge Asynchronous Java Script and XML, es beinhaltet also verschiedene Web-Techniken um Webanwendungen zu ermöglichen. Die asynchrone Datenübertragung zwischen Server und Browser ermöglichen es in einer HTML-Seite eine HTTP-Anfrage durchzuführen ohne die Webpage neu zu laden. Das bedeutet das nur bestimmte Teile der Internetseite auf Anfrage nachgeladen werden.

Geschichte

Woher der Begriff Ajax herkommt ist nicht mehr nachvollziehbar. Das Wort Ajax (bekannt als XMLHttpRequest) dient dazu, verschiedene Software-Techologien unter einem Begriff zusammenzufassen. Die Idee des Ajax-Konzeptes existiert bereits seit 1998. Eine von Microsoft entwickelte Remote-Scripting-Komponente war die Basis für den Bestandteil, der es ermöglichte, clientseitig eine HTTP-Anforderung auszulösen. Bald wurde Microsoft-Exchange-Servers in Form einer XML-Unterstützung, als Bestandteil des Internet Explorer 4.0 ausgeliefert. Manche Benutzer stufen Outlook Web Access als ersten Vertreter des Ajax-Konzepts ein.

 

Vor- und Nachteile

Kein Plugin

Vorteil der Ajax-Technologie ist, dass Daten verändert werden können, ohne dass die komplette Webseite vom Webbrowser neu geladen werden muss. Das erlaubt es, dass Webanwendungen, schneller auf Benutzereingaben reagieren. Außerdem wird vermieden, dass dauerhaft unveränderte Daten, ständig über das Internet übertragen und aktualisiert werden müssen. Da die Ajax-Technologie frei verfügbar ist, werden sie unabhängig vom Betriebssystem von den Browsern unterstützt, die auch JavaScript unterstützen. Ein so genanntes Browser-Plugin wird dafür nicht benötigt. Das setzt aber voraus, dass die JavaScript-Unterstützung aktiviert wurde. Und genau an der Stelle kommt es zur größten Kritik, da diese Plugins nötig sind um Webanwendungen auszuführen. Ähnliche Techniken, wie Macromedias Shockwave oder Flash, haben immer noch diesen Nachteil, dass sie ein Browser-Plugin benötigen und deshalb nicht immer für alle Plattformen verfügbar sind.


Umfangreiche Tests erforderlich

Wie auch bei DHTML Anwendungen kann bei Ajax basierenden Anwendungen auf das Testen der Software, auf Eigenheiten oder Fehler im Code, nicht verzichtet werden. Zum Ziel haben diese Tests, dass die Anwendung auf möglichst vielen Browsern fehlerfrei läuft. Die Weiterentwicklung der Ajax-Technologie, durch verschiedene Programmbibliotheken, trug erheblich zur fehlerfreien und einfacheren Anwendungsprogrammierung bei.

Verwendung des Zurück-Knopfs

Ein oft bemängelter Fehler bei Ajax-Technologien ist die Tatsache, dass der Zurück-Knopf nicht korrekt funktioniert. Bei betätigen des Zurück-Knopfes kann es vorkommen das der vorherige Zustand der Anwendung nicht richtig hergestellt wird, da Webbrowser eigentlich nur statische Seiten in ihrem Verlauf speichern. Da Benutzer mit diesem Knopf häufig versuchen getätigte Aktionen rückgängig zu machen oder eine Webpage im Navigationspfad zurückgehen wollen, kommt es oft zu Fehlern auf dynamischen Seiten. Softwareentwickler haben dabei nach verschiedenen Lösungen gesucht um gegen dieses Problem vorzugehen. Viele gefundene Lösungen basieren auf Iframes, die so gestaltet sind das sie für den Nutzer nicht sichtbar sind. Iframes werden verwendet um die Historie des Browsers zu füllen. Um den vorherigen Zustand der Anwendung wieder herzustellen wurde eine so genannte Rückruffunktion (wird immer beim betätigen des Zurück-Knopfes ausgelöst) entwickelt die in dem Dojo-Toolkit enthalten ist.

JavaScript

Java ist nicht zu verwechseln mit der reinen Skriptsprache JavaScript. Java Skript wird vornehmlich in HTML-Seiten zur eingebetteten Programmierung verwendet wird. Sie hat zwar eine ähnliche Syntax wie Java, unterscheidet sich jedoch in vielen Dingen und kann besonders nicht für die Konstruktion größerer, kompletter Anwendungen verwendet werden.

Anzeigen zu Scriptsprachen

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